Samstag, 23. Juni 2018

[Rezension] Nicht weg und nicht da

Hei ihr Lieben!
Wie ihr es aus dem Titel entnehmen könnt, gibt es wieder eine neue Rezension von mir. Das Buch hat mir sehr gefallen, doch seht selbst! Ich wünsche euch viel Spaß beim Lesen der Rezension.

Quelle: Heyne Verlag

|Informationen zum Buch|

Titel: Nicht weg und nicht da
Original Titel: ---
Autor: Anne Freytag
Übersetzt von: ---
Seitenanzahl: 480 Seiten 
Verlag: Heyne Verlag
Preis: 16,00 €[D] | 16,50 €[A]
Reihe: ---
Altersempfehlung: ab 14 Jahren 


|Klappentext|
Den Anfang kannst du nicht ändern - das Ende schon

Nach dem Tod ihres Bruders macht Luise einen radikalen Schnitt: Sie trennt sich von ihrem mausgrauen Ich und ihren Haaren. Übrig bleiben drei Millimeter und eine Mauer, hinter die niemand zu blicken vermag. Als Jacob und sie sich begegnen, ist er sofort fasziniert von ihr. Doch Luise hält Abstand. Bis sie an ihrem sechzehnten Geburtstag eine E-Mail von ihr bekommt - die erste von vielen. Mit diesen Nachrichten aus der Zwischenwelt und Jacob an ihrer Seite gelingt es Luise, inmitten dieser so aufwühlenden wie traurigen Zeit das Glitzern des Lebens wiederzufinden ...


|Inhalt|(Achtung! Spoiler Gefahr!!)
Luise steht mit dem Langhaarrasierer im Bad und betrachtet die Haarbüschel im Waschbecken vor ihr. Doch sie hat sich nicht nur von ihren Haaren getrennt, von denen nun nur noch wenige Millimeter übrig geblieben sind. Es war auch der erste Schritt weg von ihrem grauen und unscheinbaren Ich. Seit einer Auseinandersetzung mit einer Schulkameradin nach dem Tod ihres Bruders, muss Luise wöchentlich zum Therapeuten. Dort sitzt Luise allerdings ihre Zeit ab ohne auch nur ein Wort mit ihm zu sprechen. Sie redet mit niemandem über Kristophers Selbstmord. Nicht einmal mit ihrer Mutter. Diese flüchtet sich immer mehr in die Arbeit, weshalb sie kaum noch Zuhause ist. Nach einer ihre Sitzungen mit ihrem Therapeuten trifft sie im Treppenhaus auf einen Jungen, der mit Kristopher in einer Jahrgangsstufe war. Doch nach einem kurzen Blick ist alles wieder vorbei und Luise macht sich auf den Weg nach hause. Als sie eine Woche später wieder auf der Couch ihres Therapeuten sitzt, ist Luise immer noch nicht zum sprechen bereit. Nach der Sitzung lässt sich Luise auf den Treppenstufen nieder, als sie plötzlich eine Stimme hinter sich hört. Es ist der Junge, der sie letzte Woche schon getroffen hatte. Nach einem kurzen Gespräch und einer netten Geste von Seiten des fremden Jungens, fährt Luise nach Hause. Dort setzt sie sich ins Bett und wartet. Morgen hat sie ihren sechzehnten Geburtstag. Normalerweise wäre ihre beste Freundin Ming hier, doch diese ist mit ihrer Familie weg gezogen. Doch als Ming anruft, nimmt Luise den Anruf nicht an. Sie möchte nicht mit ihr Reden, keine gespielte Fröhlichkeit sehen. Ihr Handy zeigt den Eingang einer neuen E-Mail an und Luise öffnet ihr Mail-Programm. Die E-Mail ist von Kristopher. Er gratuliert ihr zum Geburtstag, führt sie zu ihrem Geschenk und verspricht ihr, sich bald wieder bei ihr zu melden. Als sie das Geschenk entdeckt, kann sie ihren Augen nicht trauen. Er hat ihr sein Lieblingsshirt, ein Jahresticket für das Haus der Kunst und eine seiner wundervollen Kugelschreiberzeichnungen die Luise so gefallen und den dazu gehörigen Tattoo-Termin geschenkt. Luise geht trotz einem mulmigen Gefühl im Bauch ins Haus der Kunst. Sie betrachtet ein Gemälde, das Kristopher sehr gefallen hat, als wieder der Junge aus dem Treppenhaus hinter ihr steht. Die beiden kommen ins Gespräch, und wie es sich herausstellt heißt der Junge Jacob. Luise und Jacob lernen sich mit der Zeit immer besser kennen und Luise erzählt Jacob von Kristophers E-Mails und ihren bevorstehenden Aufgaben, die Kristopher in seinen E-Mails an sie stellt. 


|Meine Meinung|
Mit "Nicht weg und nicht da" hat sich Anne Freytag mal wieder selbst übertroffen. Es war ein sehr emotionales Buch und hat mich sehr berührt. Luises Verlust und ihre Art damit umzugehen gehen einem unter die Haut. Die Wut und die Enttäuschung über Kristophers Handeln, aber auch die Einsicht und das Verständnis dafür, die Luise in sich spürt beschreibt Anne Freytag ohne große Umschweife und auf den Punkt genau, sodass man als Leser gar nicht anders kann, als mit Luise mitzufühlen. Durch das Buch zieht sich vom Anfang bis zum Ende ein roter Faden und die Seiten fliegen während dem Lesen nur so dahin. Luise macht während dem Buch eine unglaubliche Entwicklung durch. Anfangs ist sie das im Schatten ihres Bruders stehende Mädchen, dass sich hinter ihrem Bruder versteckt hatte. Doch je weiter man in der Geschichte voran kommt, desto stärker wird Luise. Sie lernt im Sonnenschein zu leben, gesteht sich nach und nach ein, dass auch sie glücklich sein darf, auch wenn Kristopher tot ist. Wobei Jacob eine wichtige Rolle spielt. Seine Nähe macht ihr Leben einfacher. Lässt die Realität nicht ganz so hart erscheinen, lindert ihren Schmerz des Verlustes. Er hilft ihr glücklich zu werden. Und genau dieses Glück ist am Ende des Romans deutlich zu spüren und zaubert einem trotz allem ein lächeln ins Gesicht. 


|Bewertung und Fazit|



von 5 Sternen

Ein sehr emotionales Buch mit der Botschaft, dass die Liebe kein Verfallsdatum hat und auch nach dem Tod weiterbestehen bleibt!


Liebe Grüße, 
Eure Hanna

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